1dok erweiterbares Metadatenmodell
- offen - frei - herstellerneutral - archivierbar - gemeinnützig -

Einleitung

Während der Erarbeitung der Anforderungen an ein offenes Dokumentenformat stellte sich schnell heraus, dass neben dem formatbruchfreien Austausch elektronischer Dokumente für Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen im Besonderen deren ungehinderte Einspeisung und Verarbeitung in Vorgangssteuerungs- bzw. Dokumentenmanagement-Systeme von Bedeutung ist, wobei die gesamte ggf. organisationsübergreifende Prozesskette beginnend bei der Enstehung eines Dokuments bis hin zu seiner Archivierung berücksichtigt sein sollte.

XML erweist sich in diesem Zusammenhang wegen der Definierbarkeit inhaltsberschreibender Metainformationen und der sich aus dem Einsatz von XML-Schemata ergebenden Möglichkeit der Erweiterbarkeit bereits definierter Inhaltsstrukturen als die geeignete Basistechnologie.

Der strukturierten Erweiterbarkeit kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, weil sie die Möglichkeit der Abbildung eines hierarchischen Systems von Dokumentenklassen ausgehend von einem "formlosen" Basisdokument wie einer Notiz bis hin zu komplexen Dokumenten wie Einkommensteuererklärungen zulässt.

Dokumente bedürfen in Hinblick auf ihre ordnungsgemäße Ablage, Einspeisung in ein Dokumentenmanagementsystems oder Verarbeitung mit Hilfe eines Vorgangssteuerungssystems gewisser begleitender Informationen, die einen Bezug zu dem Kontext herstellen, innerhalb dessen sie entstanden sind bzw. bearbeitet werden.

Grundlegende, jedem Dokument zugeordnete Informationen sind z.B.:

Dokumenttyp (Anschreiben, Rechnung, Lieferschein, Steuererklärung)
Name des Erstellers
Erstellungsdatum
Version
Accessibility

Über die o.g. Basisinhalte hinaus könnte ein formloses Anschreiben folgende Inhalte enthalten:

Name des Absenders
Name des Empfängers
Anschrift des Absenders
Anschrift des Empfängers
Geschäftszeichen des Absenders
Geschäftszeichen des Empfängers
Betreff
Bezug

Aus dem o.g. formlosen Anschreiben könnte dann ein Geschäftsbrief abgeleitet werden, der dann zusätzlich Informationen wie Kontoverbindungen, Kontaktmedien etc. enthielte.

Ausgehend von diesem Geschäftsbrief wiederum könnten dann Dokumente wie Angebote, Lieferscheine, Rechnungen und Bestellungen abgeleitet werden, und so weiter ....

Welche Inhalte in welchen Dokumentenklassen abgebildet sein müssen, kann und sollte bereits etablierten Spezifikationen entnommen werden. Diese sind

für staatliche Verwaltungen die DOMEA-Spezifkationen
und für die Wirtschaft z.B. Inhalte, die für gegebene EDIFACT-Nachrichten definiert sind.

Nach diesem Ansatz entsteht ein hierarchisches System von Dokumentenklassen, die ausgehend von einem 1dok-Basisdokument in verschiedenen Ausprägungen aufeinander aufbauen.

Ausgehend von diesem Ansatz schlägt 1dok.org ein "erweiterbares, hierarchisches Metadatenmodell" vor. Ein entscheidender Vorteil der sich aus dem 1dok-Metadatenmodell ergibt, ist die Möglichkeit in gegebenen Kommunikationsbeziehungen jeweils "optimale Kommunikationswege" beschreiten zu können.
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